Was das Aquarium für Fische soll ab jetzt das Sandarium für Wildbienen im Kneippgarten sein: Ein Sandhügel, etwas versteckt zwischen den Stauden, ist ein neues „Angebot“ für viele Wildbienen, die in der Erde nisten. Während am Bienenhotel unter dem Spalierobst schon sehr viel los ist, viele der Löcher in den Ziegeln und den Holzröhrchen bereits wieder bewohnt werden und kleine Bienen dort ihren Nachwuchs mit Nektar versorgen, muss das Sandarium erst noch „gefunden“ und angenommen werden.
Um es für Wildbienen attraktiv zu machen, liegt es an einem sonnigen Plätzchen. Der aufgeschüttete Sand hat eine spezielle Körnung, damit die Brutröhren, die die Bienen bauen, stabil bleiben. Normaler Spielsand wäre dazu nicht geeignet, er ist zu feinkörnig, die Röhren würden bald zusammenfallen. Der Bewuchs rund um und auf dem Sandarium wird niedrig gehalten, damit die Wildbienen einen idealen Brutplatz vorfinden.
Rundherum im Kneippgarten bieten die reich blühenden, heimischen Stauden und Wiesenblumen ein reichhaltiges Nahrungsangebot für die Wildbienen.
Fast dreiviertel aller Wildbienenarten sind Bodenbrüter und viele sind in ihrer Existenz bedroht. Sie finden weder auf landwirtschaftlichen Flächen noch in Gärten ausreichend brachliegende, sandige Freiflächen. Deshalb sind sie ebenso wie ihre in Hohlräumen nistenden Artgenossen auf unsere Hilfe angewiesen. Ebenso wie diese leisten sie einen bedeutenden Beitrag beim Bestäuben von Nutz- und Zierpflanzen. Vielleicht regt das Sandarium im Kneippgarten den einen oder die andere an, ein solches im eigenen Garten nachzubauen. Eine Anleitung findet sich z.B. beim NABU unter http://nabu-zukunftsgarten.de/aktuelles/ein-sandarium-fuer-wildbienen/